Feuerwehr-DataWarehouse

Ein Blog zur modernen Datenanalyse im Brandschutz

  • Kategorien

  • Favoriten


    Entwicklung eines multidimensionalen Referenzdatenmodells...

  • Tag-Cloud

  • Allgemeines

Mit Business Intelligence gegen den Wohnungsbrand

11.02.10 (Literatur)

Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Dennis Hilgers habe ich einen Artikel mit dem Titel “Mit Business Intelligence gegen den Wohnungsbrand” geschrieben, der in der Zeitschrift “Wirtschaftsinformatik und Management” (Ausgabe 1/2010) veröffentlicht wird.

Kommentare deaktiviert

Buchvorstellung Hilgers (2008)

29.10.09 (Literatur)

Hilgers 2008

Ein sehr interessantes Werk über Performance Management hat Dr. Dennis Hilgers 2008 veröffentlicht. In seinem Buch mit dem Untertitel “Leistungserfassung und Leistungssteuerung in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen” widmet er sich der Problematik, Managementmethoden zur Erfassung, Bewertung und Steuerung von Performance aus der privaten Wirtschaft auf die öffentliche Verwaltung zu übertragen. Im auf dieser Webseite behandelten Kontext ist besonders interessant, dass er in einem eigenen Kapitel exemplarisch für den Bereich der öffentlichen Feuerwehren prüft, welche Ansätze Performanz dort messbar und steuerbar machen. Dabei hinterfragt er kritisch und fallbezogen, ob ein Ansatz überhaupt übertragbar ist bzw. erklärt, warum er im ein oder anderen Fall fehlschlägt. Sehr interessant ist die sehr fachliche Durchleuchtung des Produktkatalogs öffentlicher Feuerwehren und der Bezug auf dessen Nachfrageorientierung. welche bereits viele privatwirtschaftliche Ansätze verbietet.

“Performance Management – Leistungserfassung und Leistungssteuerung in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen” ist im Gabler Verlag erschienen. ISBN: 978-3-8349-0932-9

Kommentare deaktiviert

Buchvorstellung Schwieren (2008)

28.09.09 (Literatur)

Schwieren 2008

Ausgangspunkt dieser Webseite ist meine Dissertation zum Thema “Entwicklung eines multidimensionalen Referenzdatenmodells für Feuerwehren zur Analyse von Zusammenhängen zwischen dem vorbeugenden und dem abwehrenden Brandschutz auf Basis eines Data Warehouse”, erschienen im Dezember 2008 (Verlag Mainz in Aachen).
Die Feuerwehren sehen sich heute in steigendem Ausmaße der elektronischen Speicherung und Verwendung von Einsatzdaten, Geographie- und Objektdaten, Daten über Präventionsmaßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes und vielerlei anderer Datenströme gegenüber. Aufsichtsbehörden, das gewachsene Informationsinteresse der Bevölkerung und nicht zuletzt ein gestiegenes Qualitätsmanagement der Feuerwehren selbst erfordern die Auswertung und Offenlegung unterschiedlichster Zusammenhänge innerhalb dieser Daten.
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein Referenzdatenmodell für Feuerwehren zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen dem vorbeugenden und dem abwehrenden Brandschutz. Das Modell basiert auf der Idee des Data Warehousing. Dazu werden zunächst Grundlagen im Bereich des Feuerwehrwesens erörtert. Hier liegt der Fokus auf den organisatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen innerhalb derer sich die Feuerwehren bewegen. Es wird dargestellt, was das Berichtswesen für die Feuerwehr bedeutet und dass es in der bisher verbreiteten Form in der Regel nur eindimensionale Analysen der vorhandenen Daten enthält, welche mit großem manuellen Aufwand aus den Datenbanken erzeugt werden.
Es folgt eine Betrachtung der Data Warehouse-Idee, die eine treffende Möglichkeit für die Speicherung und Analyse der Vielzahl vorhandener Daten bei den Feuerwehren liefert. Dabei geht es besonders um die Architektur eines Data Warehouse und um die vielfältigen Möglichkeiten des Dateninputs sowie um die Datenhaltung. Als Datenquellen kommen insbesondere die Daten des Einsatzleitrechners (ELR), geographischer Informationssysteme (GIS), des vorbeugenden Brandschutzes (z.B. Daten aus dem Brandschutzbedarfsplan, insbesondere aber auch Objektdaten), Personaldaten sowie Berichtsergebnisse von Polizei und Versicherungen in Frage. Nutzen stiftet die mehrdimensionale Auswertungsmöglichkeit des Data Warehouse vor allem für das interne und externe Berichtswesen, zum Beispiel für die klassische Berichterstattung wie die Feu905. Hier hilft das Modell, den hohen manuellen Aufwand der Berichtserstattung zu reduzieren. Weiterhin können konkrete Analysen zur Einsatzplanung und Einsatzprognose abgeleitet werden. Nicht zuletzt können die Analyseergebnisse in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Prävention genutzt werden.

Aus den beiden Grundlagenkapiteln werden sowohl der Bedarf als auch das Potenzial von über das klassische Berichtswesen hinausgehenden Untersuchungen der feuerwehrtypischen Daten mit Hilfe eines Data Warehouse abgeleitet. Da ein allumfassendes Data Warehouse weder für den Rahmen einer Dissertation geeignet wäre, noch große Chancen auf eine konkrete Umsetzung bei den Feuerwehren hätte, fokussiert die Arbeit auf Untersuchungen, die sich speziell auf die Zusammenhänge zwischen vorbeugendem und abwehrendem Brandschutz beziehen. Dass sich in diesem Umfeld bedeutende Fragestellung für die Feuerwehren ergeben, wird durch Expertengespräche untermauert.
Das im weiteren Verlauf der Arbeit entwickelte, multidimensionale Referenzdatenmodell stützt sich insbesondere auf die Dimensionen ,,Einsatz” und ,,Objekt”, wobei die Einsatz-Dimension den abwehrenden Brandschutz und die Objekt-Dimension den vorbeugenden Brandschutz verkörpert. Eine Besonderheit gegenüber klassischen, mehrdimensionalen Mo-dellen des Data Warehousing ist die starke Fokussierung auf die Dimensionen.
Die semantische Modellierung des Referenzdatenmodells erfolgt mit der KOSMO-Methodik, welche an mehreren Stellen erweitert wird. Daran schließt sich eine logische Modellierung an, in der die Elemente des semantischen Modells in Form von Tabellen für ein relationales Da-tenbankmodell aufbereitet werden. Als Besonderheiten der logischen Modellierung werden der Umgang mit unterschiedlichen Gruppen von Dimensionsausprägungen (z.B. Attribute, die nur zu einer bestimmten Art von Einsatz gehören), der Umgang mit Versionierung in den Di-mensionen (z.B. Änderungen des Fahrzeugstandorts im Laufe der Zeit) sowie die Unterschei-dung zwischen Fakten und faktenlosen Fakten vorgestellt. Eine physische Modellierung ist im Referenzdatenmodell nicht sinnvoll und wird deshalb an dieser Stelle nicht vorgenommen.
Abschließend wird eine Fallstudie durchgeführt, in der Realdaten der Berufsfeuerwehr Aachen aus dem Jahr 2007 in die Struktur des Referenzdatenmodells eingebracht werden. Aufgrund der Data Warehouse-Struktur lassen sich alle Dimensionen miteinander kombinieren. Es werden zuerst Auswertungsmöglichkeiten für die Kombination von je zwei Dimensionen gezeigt. Abgerundet wird die Fallstudie durch eine Auswertung, in der alle Dimensionen miteinander kombiniert werden. Insbesondere zeigt sich der Nutzen des verwendeten Online-Analytical-Processing-Tools (OLAP-Tools) für die Ad-hoc-Auswertung der Daten. Hierdurch lassen sich in der Datenauswertung der Feuerwehr erhebliche Vereinfachungen erzielen, Feh-ler durch manuelle Auswertungen der Datenbank vermeiden sowie ein erheblicher Mehrwert durch die OLAP-typische Navigation in den Daten erlangen.
Verwendungsmöglichkeiten des Referenzdatenmodells ergeben sich grundsätzlich auch in anderen Bereichen der Feuerwehr, z.B. im Rettungsdienst und auch über den Anwendungsbereich der Feuerwehr hinaus. So ist ein analoges Vorgehen bei einem Referenzmodell für die polizeiliche Gefahrenabwehr denkbar, in dem der Fokus auf den Zusammenhang zwischen Präventionsmaßnahmen und Einsatzmaßnahmen liegen könnte. Auch im Bereich der Versi-cherer, insbesondere Sachversicherer im Bereich Brandschutz ließe sich das Modell mit ge-ringen Modifikationen nutzen.

Kommentare deaktiviert

Neues Blogsystem

25.09.09 (Webseite)

Nachdem die Seite feuerwehr-datawarehouse.de nun schon seit einigen Monaten am Start ist und ich leider wenig Zeit zur Pflege hatte, starte ich nun einen neuen Blog. Ziel des Blogs ist es, das theoretische Wissen der Business Intelligence mit den praktischen Anforderungen der Verwendung im Brandschutz zusammen zu bringen.

Kommentare deaktiviert